EGE SOCKS

Socken für Wiederverkäufer: Sortiment, Marge, Nachbestellzyklus

Ein Sortiment, das dreht, besteht aus wenigen Artikeln mit ausreichender Tiefe, nicht aus vielen Artikeln in dünnen Mengen. Drei bis vier Artikel für Alltag, Business und Sport, mit je zwei bis drei Farben, und eine Größenverteilung, die sich an Ihrem tatsächlichen Abverkauf orientiert statt an einer gleichmäßigen Aufteilung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mindestmengen gelten je Design und Farbe, deshalb bindet Sortimentsbreite mehr Kapital als Sortimentstiefe.
  • Liegengebliebene Größen sind der häufigste stille Verlust im Sockengeschäft.
  • Basisartikel in neutralen Farben laufen ganzjährig, Dessins brauchen ein Enddatum.
  • Mehrfachpacks heben den Bonwert und senken die Zahl der Handgriffe im Lager.
  • Abverkaufszahlen der ersten Saison sind wertvoller als jede Prognose davor.

Schmal beginnen, tief einkaufen

Der häufigste Fehler beim Sortimentsaufbau ist, zehn Artikel zu wählen, weil sie auf den Bildern gut aussehen. Zehn Artikel in drei Farben sind dreißig Mindestmengen, dreißig Garnpartien und dreißig Lagerpositionen.

Vier Artikel in zwei Farben sind acht Positionen. Damit setzen Sie in den meisten Kanälen fast genauso viel um und behalten Liquidität für die zweite Bestellung, die auf echten Zahlen beruht.

Bei EGE SOCKS liegt die Mindestmenge für Private Label typischerweise bei 1.200 Paar je Design; die endgültigen Konditionen hängen von Garn, Konstruktion, Verpackung und Auftragsdetails ab und stehen im Angebot zur Anfrage.

Kategorienmischung und Marge

KategorieÜbliche KonstruktionRolle im Sortiment
Alltag und Freizeit156N kardierte Baumwolle 20/1Trägt Volumen und Drehzahl
Business und Anzug200N gekämmte Baumwolle 30/1Höhere Marge bei stabiler Nachfrage
SportFrottee-Sohle, FersenverstärkungWeniger saisonal, mehr Wiederkauf
SommerBambus 20/1 auf 200NDeckt die Hitzespitze
KinderEigene GrößenstaffelSchnelle Drehzahl, häufiger Wiederkauf

Die Marge liegt selten beim billigsten Artikel. Ein 200N-Artikel aus gekämmter Baumwolle kostet im Einkauf mehr, verträgt aber einen deutlich höheren Regalpreis, weil Griff und Farbbild sichtbar anders sind. Der Alltagsartikel trägt dagegen die Drehzahl. Details zu den Kategorien stehen auf den Seiten Businesssocken und Sportsocken.

Größenverteilung

Die Größen 39/42 und 43/46 decken den größten Teil der Erwachsenennachfrage im deutschsprachigen Raum, doch das Verhältnis zwischen beiden ist nicht in jedem Kanal gleich.

Lassen Sie das Werk in dem Verhältnis packen, das Sie tatsächlich verkaufen, und schreiben Sie dieses Verhältnis in die Packliste statt in eine Mail. Ein gleichmäßig geteilter Karton lässt am Saisonende eine Größe liegen, und der Wert dieses gebundenen Bestands übersteigt fast immer jeden am Paarpreis verhandelten Cent.

In der ersten Saison fehlen Ihnen die Daten. Beginnen Sie mit einer plausiblen Verteilung, erfassen Sie den Abverkauf je Größe ab dem ersten Tag und korrigieren Sie bei der zweiten Bestellung.

Nachbestellzyklus

Rechnen Sie rückwärts vom erwarteten Ausverkaufsdatum. Bei einem neuen oder geänderten Artikel kommen 5 bis 7 Tage Musterung hinzu, dann Ihre Freigabezeit, danach 3 bis 4 Wochen Serienproduktion, anschließend Transport und Wareneingang.

Bei unveränderten Artikeln entfällt die Musterrunde, was rund eine Woche spart. Das ist ein guter Grund, die Spezifikation Ihrer Läufer in Ruhe zu lassen. Was sich festschreiben lässt, steht auf der Seite Sockenproduktion.

Verpackung und Bonwert

Der Dreier- oder Fünferpack hebt den Bonwert und senkt die Zahl der Handgriffe im Lager. Die Einzelpackung mit Kartonaufhänger passt an die Wand im Ladengeschäft. Der lose Beutel eignet sich für die Belieferung von Firmenkunden.

Legen Sie die Form vor der Musterung fest, denn eine Änderung nach der Freigabe setzt einen Teil des Zeitplans zurück.

Technische Checkliste für den Einkauf

  • Begrenzen Sie das Sortiment in der ersten Saison auf drei bis vier Artikel.
  • Priorisieren Sie Tiefe je Position gegenüber der Anzahl der Positionen.
  • Lassen Sie die Größenverteilung je Karton nach Ihrem Abverkauf packen.
  • Erfassen Sie den Abverkauf je Größe und Farbe ab dem ersten Tag.
  • Ordnen Sie die Nadelzahl der Kategorie zu: 156N für Volumen, 200N für Business.
  • Verlangen Sie die Zusammensetzung in Prozent, inklusive Elastan.
  • Legen Sie die Verpackungsform vor der Musterung fest.
  • Lassen Sie die Spezifikation der Läufer unverändert.
  • Fordern Sie Staffelpreise innerhalb desselben Designs an.
  • Halten Sie einen kleinen Budgetanteil für Nachbestellungen frei.

Häufige Fragen

Wie viele Artikel gehören in ein erstes Sockensortiment?

Drei bis vier Artikel mit ausreichender Tiefe funktionieren besser als eine breite Auswahl, weil Mindestmengen je Design und Farbe gelten. Ein schmales Sortiment liefert außerdem klarere Abverkaufszahlen.

Wie verteile ich die Größen im Karton?

Nach Ihrem tatsächlichen Abverkauf, nicht gleichmäßig. Schreiben Sie das Verhältnis in die Packliste und starten Sie in der ersten Saison mit einer plausiblen Schätzung, die Sie später korrigieren.

Welche Artikel bringen die höhere Marge?

Business- und Anzugsocken auf 200N aus gekämmter Baumwolle tragen einen höheren Regalpreis, weil Griff und Farbbild sichtbar anders sind. Alltagsartikel tragen dafür die Drehzahl.

Wann sollte ich nachbestellen?

Rückwärts gerechnet vom erwarteten Ausverkaufsdatum: 3 bis 4 Wochen Produktion, Transport und Wareneingang, bei neuem oder geändertem Artikel zusätzlich 5 bis 7 Tage Musterung.

Kann EGE SOCKS mehrere Kategorien in einem Auftrag fertigen?

Ja. EGE SOCKS produziert Alltags- und Freizeitsocken, Business- und Anzugsocken, Sportsocken, Werbe- und Markensocken sowie Kindersocken, sofern es passt. Artikel mit unterschiedlicher Nadelzahl laufen auf verschiedenen Maschinen.

Wie wirkt sich die Farbanzahl auf das gebundene Kapital aus?

Jede Farbe jedes Designs ist eine eigene Mindestmenge und meist eine eigene Garnpartie, weshalb mehr Farben schneller Kapital binden als mehr Designs.

Lohnen sich Mehrfachpacks für Wiederverkäufer?

Meist ja, weil sie den Bonwert heben und die Handgriffe im Lager reduzieren. Sie verursachen jedoch Druck- und Montagekosten, die im Angebot enthalten sein sollten.

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