EGE SOCKS

Strumpfhersteller und Sockenhersteller: der technische Unterschied

Socken und Feinstrümpfe landen im Handel im selben Regal, kommen aber aus zwei Fertigungswegen. Die Socke entsteht auf Rundstrickmaschinen mit 156N oder 200N und wird in Garnnummerierung angegeben, etwa gekämmte Baumwolle 30/1. Der Feinstrumpf wird in DEN gemessen, besteht aus Polyamid und Elastan als Filamentgarn und braucht eigene Maschinen sowie eine andere Ausrüstung. Wer beide Warengruppen listet, arbeitet meist mit zwei Lieferanten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Socke spezifiziert man über Nadelzahl und Garnnummerierung, den Feinstrumpf über DEN.
  • Ein Sockenhersteller ist nicht automatisch ein Strumpfhersteller.
  • Stapelfaser wie Baumwolle und Filamentgarn verhalten sich in der Verarbeitung verschieden.
  • Beim Feinstrumpf kommt eine Körperteilnaht hinzu, die es bei der Socke nicht gibt.
  • Vor jedem Preisvergleich prüfen, ob beide Angebote dieselbe Warengruppe beschreiben.

Zwei verschiedene Maßsysteme

Der häufigste Verständnisfehler betrifft die Maßeinheit.

Bei der Socke bestimmt die Nadelzahl am Zylinder die Feinheit: 156N für Alltags-, Sport- und Werbeartikel mit dickeren Garnen, 200N für Business und feine Dessins. Das Garn wird in englischer Nummerierung angegeben, etwa gekämmte Baumwolle 30/1 oder kardierte 20/1.

Beim Feinstrumpf spricht man von DEN, also der Feinheit des Filamentgarns. 20 DEN und 70 DEN sind zwei unterschiedliche Produkte in Transparenz, Halt und Preis. Eine direkte Umrechnung zwischen DEN und Nadelzahl gibt es nicht, weil beide etwas anderes beschreiben.

Wer ein Angebot über Strumpfwaren anfragt, ohne die Warengruppe zu benennen, bekommt Zahlen, die sich nicht vergleichen lassen. Die Begriffe stehen im technischen Glossar.

Garne und Konstruktion im Vergleich

AspektSocke, RundstrickFeinstrumpf
MaßNadelzahl (156N, 200N)DEN
Typisches GarnGekämmte Baumwolle 30/1, kardierte 20/1, Bambus 20/1Polyamid und Elastan als Filament
ElastizitätGeringe ElastananteileElastan im gesamten Gestrick
KonstruktionRippbund, Ferse, gekettelte ZehenpartieKörperteil, Verbindungsnähte, Beine
AusrüstungWaschen, Fixieren, Formen, PaarenEigene Formgebung, Gleichmäßigkeitsprüfung
Typischer FehlerZehennaht, BundhaltungLaufmaschen, Tonunterschiede zwischen Beinen

Die Sportsocke mit Frottee-Sohle und Verstärkung an Ferse und Zehen gehört eindeutig in die erste Spalte; Details dazu auf der Seite Sportsocken.

Was das für den Einkauf bedeutet

Führen Sie beide Warengruppen, behandeln Sie die Beschaffung ab der Anfrage getrennt. Das gilt auch für Größen und Verpackung: Die Erwachsenensocke arbeitet mit Staffeln wie 39/42 und 43/46, der Feinstrumpf mit Körpergrößen nach eigener Logik.

Auch die Prüfungen unterscheiden sich. Bei der Socke schauen Sie auf Zehennaht, Bundspannung, Farbechtheit und Maßhaltigkeit nach dem Formen. Beim Feinstrumpf zählen Gleichmäßigkeit des Farbtons über das Bein und die Beständigkeit gegen Laufmaschen stärker.

Kaufmännisch gelten Mindestmengen in beiden Fällen je Design und Farbe. Garnpartien und Maschineneinstellungen lassen sich zwischen den Warengruppen jedoch nicht übertragen, weshalb sich eine Mindestmenge für Socken nicht mit einer Feinstrumpfbestellung ausgleichen lässt.

Wo EGE SOCKS steht

EGE SOCKS ist ein türkischer Hersteller von Socken auf Rundstrickmaschinen, mit eigener Fertigung auf Private-Label- und OEM-Basis. Abgedeckt sind Alltags- und Freizeitsocken, Business- und Anzugsocken, Sportsocken, Werbe- und Markensocken sowie Kindersocken, sofern es passt. Übliche technische Referenzen sind gekämmte Baumwolle 30/1 auf 200N, kardierte 20/1 auf 156N, Bambus 20/1 auf 200N und Tennissocken in 20/1.

Feinstrumpfware fertigt ein auf Filamentgarn spezialisierter Betrieb. Betrifft Ihr Bedarf die Socke, ist der Ablauf auf der Seite Sockenproduktion beschrieben, und Sie können unter Angabe von Warengruppe, Nadelzahl und Zusammensetzung eine Anfrage senden.

Technische Checkliste für den Einkauf

  • Benennen Sie die Warengruppe, bevor Sie einen Preis anfragen.
  • Geben Sie bei Socken Nadelzahl und Garnnummerierung an.
  • Geben Sie bei Feinstrumpf DEN und Zusammensetzung an.
  • Vergleichen Sie keine Angebote unterschiedlicher Warengruppen.
  • Fordern Sie in beiden Fällen die Zusammensetzung in Prozent an.
  • Behandeln Sie Größen und Verpackung je Warengruppe getrennt.
  • Definieren Sie warengruppenspezifische Prüfungen.
  • Beachten Sie, dass Mindestmengen je Design und Farbe gelten.
  • Prüfen Sie Zertifikate über die Nummer beim Aussteller.
  • Halten Sie Toleranzen für Menge und Farbtiefe schriftlich fest.

Häufige Fragen

Was unterscheidet Strumpfherstellung und Sockenherstellung technisch?

Die Socke entsteht auf Rundstrickmaschinen mit definierter Nadelzahl aus Stapelfasergarnen wie Baumwolle. Der Feinstrumpf wird in DEN gemessen, besteht aus Filamentgarn und braucht eigene Maschinen sowie eine andere Ausrüstung.

Was bedeutet die DEN-Angabe?

Sie beschreibt die Feinheit des Filamentgarns im Feinstrumpf und bestimmt Transparenz, Halt und Preis. 20 DEN und 70 DEN sind unterschiedliche Produkte, und der Wert lässt sich nicht in eine Nadelzahl umrechnen.

Kann ein Sockenhersteller auch Feinstrümpfe fertigen?

Nicht automatisch. Es handelt sich um zwei Fertigungswege mit anderen Maschinen, Garnen und Ausrüstungsschritten. Wer beide Warengruppen listet, arbeitet meist mit zwei Lieferanten.

Was produziert EGE SOCKS?

Socken auf Rundstrickmaschinen mit eigener Fertigung auf Private-Label- und OEM-Basis: Alltag und Freizeit, Business und Anzug, Sport, Werbe- und Markensocken sowie Kindersocken, sofern es passt.

Wie spezifiziere ich eine Socke im Angebot?

Mit Nadelzahl (156N oder 200N), Garnart und Nummerierung, Zusammensetzung in Prozent, Konstruktion, Größenstaffel, Farbreferenz, Menge je Design und Farbe, Verpackung und Lieferbedingung.

Gelten Mindestmengen in beiden Warengruppen gleich?

Sie gelten jeweils je Design und Farbe, lassen sich aber nicht zwischen den Warengruppen verrechnen, weil Garnpartien und Maschineneinstellungen nicht übertragbar sind.

Warum Strumpfwaren aus der Türkei beziehen?

Weil Garnlieferanten, Färbereien und Zubehör in derselben Region sitzen, was bei Socken die Musterrunden verkürzt, und weil die Transportzeit nach Mitteleuropa Nachbestellungen innerhalb der Saison erlaubt.

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